Können Birnen schüchtern sein?
Wir beantworten diese Frage mit einem Ja, so klar, wie der Brand, den wir aus ebendieser Birne fertigen: der Gellerts Butterbirne.
Denn es gibt ja Birnen, die vor allem laut sind. Die ihren Geschmack und ihre Würze geradezu herausbrüllen. Ein Happs, und man hat den Mund voll mit einem temperamentvollen SCHMECKE MICH!
Und dann ist da Gellerts Butterbirne.
Zart und vorsichtig tippelt sie auf die Geschmackknospen zu und fragt erst einmal vorsichtig und wirklich ausgesprochen höflich, ob es eventuell gerade gelegen käme, hier ein kleines wenig herumzuschmecken, um dann selbst ein wenig überrascht zu sein von der eigenen Süße (und ihre dicke Cousine Williams Christ so: HÄ?)
Sie ist als klassische Dessertbirne so weich und geschmeidig, dass man sie fast löffeln könnte.
All das, all diese Zurückhaltung und Freundlichkeit, fängt unser Brand fängt ein. Der erste Schluck offenbart eine reife Birnenfrucht, die sofort in Honig übergeht — nicht aufdringlich, sondern wie warmes Gold auf der Zunge.
Dahinter zeigen sich zarte Blütennoten, die das Ganze in die Höhe tragen, begleitet von einer sanften vanilleartigen Süße, die nicht klebt, sondern schwebt. Wer länger hineinschmeckt, entdeckt mitunter Anklänge von saftiger Melone oder reifem Steinobst als kleine Überraschungen im feinen Spiel. Der Abgang ist seidig, anhaltend und von einer Wärme, die noch lange bleibt.
Danke, Gellerts Butterbirne, dass du so bist wie du bist!

