Pink Lady my ass.
Hier kommt Peters Altländer Pfannkuchenapfel. Und der hat Geschichten auf Lager!
Denn es gab einmal eine Zeit, in der Äpfel noch echte Charakterköppe waren. Knackige Rotbackige mit Ecken und Kanten, und allein das ist schon eine Leistung, denn wie wir alle wissen, ist ein Apfel weniger ein Würfel, denn eine Kugel.
Es sind Geschichten von Säure und Würze, von Biss und purem Leben, lange, bevor all diese öden Neo-Züchtungen die Supermärkte mit ihrer Gleichheit fluteten.
So. Aber wer ist eigentlich dieser Peter? Peter Wilkens ist ein guter Bekannter unseres Hauses und nennt einen Apfelgarten sein Eigen, der mindestens so wild und störrisch ist wie er selbst.
Und hier hat es sich oben genannter Pfannkuchenapfel gemütlich gemacht. Schön versteckt zwischen vielen anderen, längst vergessenen Sorten, wird er gepflegt von eben Peter, der genau weiß, dass nicht jeder Apfel süß sein muss.
Die Früchte sind klein, knackig und kitzeln nach dem ersten Bissen den Gaumen mit einer deutlichen Säure, die aber nicht angreift, sondern angenehm belebt und erfrischt. Dazu gesellt sich dann eine feine, würzige Fruchtigkeit, die man bei oben genannten Langweilern vergeblich sucht. Und die den Geschmack so vielschichtig macht – man könnte so darüber schwadronieren wie dieser eine Freund, der gerade ein Weinseminar hinter sich hat.
Unser Canjeero entstand tatsächlich aus dem Gedanken heraus, genau diese Eigenständigkeit in den Brand zu bringen. Also keine gezuckerte Fruchtbombe herzustellen, sondern eine klare, prägnante Spirituose, die dem Pfannkuchenapfel und seiner Eigenart huldigt.
Mit 42 Prozent sitzt er kraftvoll im Glas, ohne anzugeben. Handwerkliche Stille also, und kein lautes Marketing. Genau wie Peter.

